Einer der bekanntesten Physiker im 20. Jahrhundert war Werner Karl Heisenberg. Seine Geburtsstadt ist Würzburg, wo er am 5. Dezember 1901 das Licht der Welt erblickte. Im Alter von 74 Jahren verstarb Werner Heisenberg am 1. Februar 1976 in München. Sein Vater August Heisenberg war Byzantinist und sein Ehrgeiz übertrug sich auf seine beiden Söhne Werner und Erwin. Beide Kinder erlernten ein Instrument und gemeinsam mit ihrem Vater musizierten sie. Werner Heisenberg glänzte während seiner ganzen Schulzeit mit hervorragenden Leistungen und als wesentlichen Charakterzug hatte er einen enormen Ehrgeiz.

Bereits nach drei Jahren schloss Werner Heisenberg sein Studium in Physik an der Universität in München ab. Gerade einmal mit 23 Jahren wurde er in Göttingen der Assistent von Max Born und in Kopenhagen arbeitete er mit Nils Bohr zusammen. Gemeinsam mit Pascual Jordan und Max Born begründete Heisenberg die Theorien der Quantenmechanik. An der Universität in Leipzig unterrichtete Werner Heisenberg bereits mit nur 26 Jahren als Professor. In dieser Zeit lehrte er die Studenten in Physik und brachte ihnen jegliches Wissen in der Theorie bei. Den Nobelpreis für Physik erhielt er mit 31 Jahren im Jahr 1932.

In Berlin-Dahlem leitete Werner Heisenberg bereits in den Jahren von 1942 bis 1945 das Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik. An der Universität in Berlin lehrte Heisenberg ebenfalls und stellt auch sein Wissen für das Uranprojekt des Heereswaffenamtes zur Verfügung. Seine Mitarbeit an diesem Projekt wurde ihm später von deutschen Physikern, die während des Zweiten Weltkrieges im Exil lebten, sehr angekreidet und genauso von den Physikern in den USA. Werner Heisenberg und alle anderen wichtigen Forscher dieses Projektes wurden von 1945 bis 1946 im englischen Farm Hall inhaftiert.

Das Leben und Schaffen von Werner Heisenberg nach dem Zweiten Weltkrieg

Als Direktor wurde Heisenberg in Göttingen von 1946 bis 1958 im Max-Plank-Institut für Physik tätig. Im Anschluss war er für das gleichnamige Institut in München eingesetzt, welches heute unter dem Namen Werner-Heisenberg-Institut bekannt ist. Dort arbeitete er bis zum Jahr 1970. Einen großen Einfluss hatte Heisenberg als Berater für die Regierung in Bezug auf die Wissenschaftspolitik. Von der Alexander von Humboldt Stiftung war der bekannte Physiker Präsident. An der Bayerischen Akademie der Wissenschaften war er seit 1949 in der mathematisch-wissenschaftlichen Klasse mit seiner Korrespondenz beteiligt und wurde zehn Jahre später zum so genannten ordentlichen Mitglied gewählt.Kernenergie

Viele namhafte Physiker aus aller Herren Länder haben mit Werner Heisenberg zusammen gearbeitet, wie zum Beispiel der aus Japan stammende Shin’ichirō Tomonaga, der italienische Physiker Ettore Majorana, der österreichisch-amerikanische Victor Frederick Weisskopf sowie Felix Bloch, der österreichisch-ungarische Edward Teller und die deutschen Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker und Kurt Symanzik. In den 1960er Jahren arbeitete Werner Heisenberg gemeinsam mit Hans-Peter Dürr an der Einheitlichen Feldtheorie.

Werner Heisenberg war mit einer der größten Physiker des 20. Jahrhunderts und hat die heutige Physik maßgeblich mit bestimmt. Insbesondere machte er sich einen Namen in der Quantenmechanik und wurde mit vielen Preisen geehrt. Anlässlich seines 100. Geburtstags fand eine Festveranstaltung in Leipzig im Physikalischen Institut der Universität statt und im Jahr darauf wurde sie durch ganz Deutschland als Wanderausstellung fortgesetzt.

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